Nach mehr als 100 Jahren will die Berliner Polizei die so genannten “Rosa Listen” für Homosexuelle abschaffen.
Eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion des Abgeordnetenhauses an den Senat habe die Innenverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass es auch in dem neu eingeführten Polizeiinformationssystem noch spezielle Rubriken zur Erfassung homosexueller Männer gebe, sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Alexander Ritzmann, am Dienstag.
Die ersten Homosexuellenlisten waren Ende des 19. Jahrhunderts im Kaiserreich entstanden. Die Berliner Polizei habe “die Diskriminierung und Stigmatisierung tatsächlicher oder vermeintlicher Homosexueller durch die Erfassung von deren sexueller Orientierung und der Speicherung von Schlagworten, wie Strichergebiet, Homo- Treffpunkt” fortgesetzt, kritisierte er.
Nach Angaben der Innenverwaltung hält das Landeskriminalamt die Listen für entbehrlich. Die bisherigen Dateien seien nicht personen-, sondern sachbezogen geführt worden. Außerdem sei es dabei um Opferschutz und nicht etwa um eine Diskriminierung der Betroffenen gegangen.
Quelle: rbb online
Die JuraBlogs Suche ergab außerdem, dass das Thema schon einmal im Law Blog angeschnitten wurde.
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