Das Instituts der deutschen Wirtschaft Köln teilt in seiner Pressemitteilung Nr. 43 vom 26. Oktober 2005 mit, dass es noch immer ein großes Preisgefälle auf den Europäischen Energiemärkten gäbe:
Die Öffnung der europäischen Strommärkte ist auf dem Papier bereits weit fortgeschritten. In Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Großbritannien sind der gesamte Strom- und der gesamte Gasmarkt für konkurrierende Anbieter zugänglich. Belgien, Italien, Frankreich und Irland haben diesen Punkt noch nicht ganz erreicht – auf der grünen Insel etwa sind bislang erst 56 Prozent des Strom- und 86 Prozent des Gasmarktes für den Wettbewerb geöffnet worden. Doch de facto sind die nationalen Energiemärkte in Europa noch lange nicht zusammengewachsen. Dies zeigt sich unter anderem in den Strompreisen. Den teilweise üppigen Steueranteil aus den Stromtarifen herausgerechnet, zahlten Industriekunden mit einem Jahresverbrauch von 24 Gigawattstunden Anfang 2005 zum Beispiel in Schweden 3,82 Cent pro Kilowattstunde. In Deutschland waren dagegen 6,76 Cent und in Italien sogar 8,31 Cent fällig. Auf einem lehrbuchmäßig funktionierenden Markt würden diese Unterschiede schnell eingeebnet. Auch der internationale Stromhandel floriert keineswegs überall. Während etwa in Österreich das Verhältnis von Stromeinfuhren und -ausfuhren zur eigenen Stromproduktion zwischen 1992 und 2002 von 36 auf 50 Prozent stieg, kletterte es in Deutschland lediglich von 12 auf 16 Prozent.
Weitere Informationen in der Anlage zur Pressemitteilung
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