Wohnhaft Ogimachi-Stadtpark

Januar 29, 2006 on 8:11 | In Alltag | Comments Off

Ein japanischer Obdachloser hat per Gerichtsbeschluß am letzten Freitag eine Exklusivadresse bekommen: Der 55 Jahre alte Yuji Yamauchi aus Osaka darf ab sofort den Ogimachi-Stadtpark, in dem er seit 1998 in einem Zelt lebt, als seine Heimatanschrift angeben, wie die Zeitung “Mainichi Shimbun” gestern berichtete. Dadurch hat Yamauchi Anspruch auf Sozialleistungen. Die Behörden lehnen Anträge ab, wenn die Antragsteller keine Adresse vorweisen können. Allerdings will die Stadtverwaltung am Montag in den Stadtparks von Osaka sämtliche Obdachlosenzelte abbauen. Er hoffe, daß das Urteil “die gewaltsame Räumung” stoppen werde, sagte Yamauchi.

Anm.: Der Artikel läßt leider offen, ob Herr Yamauchi “freiwillig” lieber in einem Zelt statt in einer Sozialwohnung leben möchte. In Osaka leben rund 6.600 Odachlose, in ganz Japan sind es etwa 30.000. In Deutschland schätzt man die Zahl der Obdachlosen bei 3/4 der Einwohner Japans auf über 400.000!

Quelle: Berliner Morgenpost vom 29.01.2006

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